Exchange 2010/2013: E-Mails aus Warteschlangen exportieren

Beim Umziehen der Mailboxen in Exchange Server läuft man zwangsweise die Gefahr, in Warteschlangen befindliche E-Mails zu verlieren. Das Problem wird deutlicher, je größer die Organisation und je höher der E-Mail-Traffic – bei mehreren E-Mails pro Stunde ist das Risiko groß, dass einige Nachrichten im Zuge der Umstellung unter den Tisch fallen.

Mit einem simplen PowerShell-Skript kann die Gefahr gebannt werden. Es empfiehlt sich zudem als Prüfmaßnahme, bevor man an dem alten Server endgültig den Schalter umlegt. Die nachstehende Anleitung erläutert den Vorgang Schritt für Schritt.

Mailboxen

Als Erstes öffnen Sie die Exchange Management Shell oder verbinden Sie sich zu Ihrem Server per PowerShell-Konsole.

Führen Sie den nachstehenden Befehl aus, um Nachrichten in allen Warteschlangen auf Ihrem Server zu lösen. Nur gelöste E-Mails lassen sich exportieren.

Get-Queue | Get-Message | Suspend-Message

Als Nächstes holen Sie alle Nachrichten aus den Queues:

$MailExport = Get-Message

Vor dem Speichern erstellen Sie einen entsprechenden Ordner, z.B. c:\queuexport.

Den Export starten Sie mit dem nachfolgenden Befehl:

$MailExport | ForEach-Object {$temporary="C:\queuexport\"+$_.fromaddress+"_"+$_.subject+".eml"; export-message $_.identity | assemblemessage -path $temporary}

Alle Nachrichten aus den Queues werden im EML-Format unter C:\queuexport gespeichert. Der Dateiname setzt sich zusammen aus der E-Mail-Adresse des Absenders und dem Betreff.

Die E-Mails lassen sich problemlos wieder in Outlook importieren. Dazu verschieben Sie sie per Drag-and-Drop in ausgewählte Mailordner.

Der Vorgang ist identisch für Exchange 2010 und Exchange 2013.

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