Ende des Mainstreamsupports für Exchange 2016

Das Ende des Mainstreamsupports für Exchange 2016 ist für den 13. Oktober 2020 geplant. Dies bedeutet, dass der lokale Server fünf Jahre nach seinem Release in den Zeitraum des erweiterten Supports eintritt. Das Ende der erweiterten Supports (oder End of Life) für Exchange Server 2016 ist hingegen für den 14. Oktober 2025 geplant. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie diese Wende Sie betrifft, was als Nächstes zu tun ist und wie die neuste Exchange-Version aussehen wird.

Ende des Mainstreamsupports für Exchange 2016

Über den Exchange-Supportzyklus

Exchange Server 2016 folgt wie (fast) jeder andere lokale Exchange Server der Fixed-Lifecycle-Richtlinie. Kurz gesagt bedeutet dies, dass es drei Supportzeiträume gibt:

  • Der Mainstreamsupport – wenn ein Produkt vollständig unterstützt wird. Während dieser Zeit erhält Exchange Server regelmäßig Fehlerbehebungen, Sicherheitsupdates und neue Funktionen. In diesem Zeitraum können Sie auch Änderungen des Produktdesigns und neue Funktionen anfordern, Fehler melden und den Support kontaktieren. Der Mainstream-Support dauert 5 Jahre, nachdem eine bestimmte Exchange Server-Version veröffentlicht wurde.
  • Der erweiterte Support – in dieser Phase erhält Exchange Server keine kumulativen Updates. Er erhält aber weiterhin Sicherheitsupdates.
  • Nach dem Supportende – in diesem Fall wird eine bestimmte Exchange Server-Version nicht mehr unterstützt. Obwohl einige Unternehmen Exchange Server nach Ablauf des erweiterten Enddatum weiterhin verwenden, wird dies nicht empfohlen. Es sind keine weitere Fehlerbehebungen oder Sicherheitsupdates zu erwarten. Und wenn Sie auf Probleme stoßen, können Sie sich auf Ihr eigenes Fachwissen oder technische Foren verlassen.

Exchange 2016 tritt am 13. Oktober 2020 in den Zeitraum des erweiterten Supports ein. Fünf Jahre nach diesem Datum wird er das sog. End of Life erreichen. Interessant ist, dass die nächste Exchange-Version, Exchange 2019, genau am selben Tag (14. Oktober 2025) ihr Supportende erreichen wird. An dieser Stelle fragen sich viele Unternehmen: Was bringt es, zu Exchange Server 2019 zu migrieren? Insbesondere hinsichtlich neuer Funktionen liegt der Schwerpunkt auf Exchange Online und nicht auf den lokalen Versionen. Mehr zu diesem Thema in Was gibt’s neues in Exchange 2019?

Was jetzt?

Dies hängt von Ihren langfristigen Plänen ab. Die Hauptfrage lautet: Planen Sie eine Migration zu Exchange Online oder bleiben Sie noch bei lokaler Umgebung?

Wenn Sie zu Microsoft 365 migrieren

Wenn Sie sich (d. h. Ihre Unternehmenspostfächer) in Microsoft 365 und Exchange Online in naher Zukunft sehen, können Sie zu Microsoft 365 migrieren. Hier haben Sie einige Migrationsoptionen:

  • Hybridmigration – in diesem Fall wird der lokale Exchange für die Empfängerverwaltung (recipient management) verwendet. Da der erweiterte Support Sicherheitsupdates umfasst, kann Exchange 2016 vorläufig in einer Hybridumgebung die Funktion der Empfängerverwaltung haben.
  • Cutover-Migration – bei der Sie Postfächer direkt nach Exchange Online verschieben. Dadurch können Sie Ihre lokale Infrastruktur minimieren.

Weitere Informationen zur Migration zu Microsoft 365 und zur Vereinfachung dieses Vorgangs finden Sie in diesem Artikel.

Wenn Sie bei lokaler Umgebung bleiben

Wenn Sie bei Ihrer lokalen Umgebung bleiben möchten (z. B. aus Sicherheits- oder Compliance-Gründen), gibt es eines zu beachten: Der erweiterte Support für Exchange 2016 und Exchange 2019 endet am 14. Oktober 2025. Aus Sicht des Risikomanagements ist es keine gute Idee, eine Version ohne Unterstützung beizubehalten. Bei Microsoft Ignite 2020 gab das Exchange-Team bekannt, dass Exchange 2019 nicht die letzte lokale Exchange-Version sein werde. Im Weiteren erfahren Sie mehr über Exchange Server vNext und die Migration zu dieser künftigen Version.

Die letzte lokale Exchange-Version

Microsoft Exchange Server vNext soll der letzte Exchange Server sein. Zwar gibt es noch nicht viele Informationen darüber, aber es ist schon jetzt klar, dass dieser Exchange anders sein wird als jeder andere.

Greg Taylor kündigte in seiner Online-Sitzung „Exchange – Here, There and Everywhere“ (die Sie auf dieser Microsoft-Seite sehen können) die großen Neuigkeiten zu Exchange vNext an. Leider ist die große Neuigkeit, dass es noch keine Neuigkeiten gibt. Wir können jedoch einige allgemeine Informationen aus der Sitzung lernen:

  • Exchange Server vNext erhält einen Subskriptionsmodell. Das ist was Neues für lokale Exchange-Versionen. Der Vorteil ist, dass es derzeit keine Pläne gibt, die Unterstützung einzustellen. Updates und Support werden für alle aktiven Subskriptionsbesitzer bereitgestellt. Der Nachteil – die Kosten, was einer der Gründe war, warum einige Unternehmen auf die Migration zu Microsoft 365 verzichteten.
  • Der geplante Release-Termin für Exchange vNext ist die zweite Hälfte des Jahres 2021.
  • Zwei besondere Merkmale in Blick auf die Migration. Erstens wird die Koexistenz mit Exchange 2013 unterstützt. Dies bedeutet, dass eine native Double-Hop-Migration nur für Exchange 2010 und ältere Versionen erforderlich sein wird. Zweitens: Zwei Jahre nach dem Release können Administratoren ein direktes Upgrade durchführen. Mit anderen Worten, die Migration von Exchange 2019 sollte so einfach sein wie das Anwenden einer CU.

Weitere Informationen werden voraussichtlich Anfang 2021 bekannt gegeben und ich werde darüber auf jeden Fall in diesem Blog berichten. Bleiben Sie dran!

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