Direkte Migration von Exchange 2003 zu Exchange 2013 (Video)

Sie stehen unmittelbar vor dem Upgrade Ihres Exchange 2003 auf die 2013er Version. Firmenpostfächer (E-Mails, Kalender, Aufgaben, Kontakte, Journals und Notizen) und öffentliche Ordner sollen auf die neue Plattform verschoben werden. Dabei wissen Sie, dass ein direkter Umstieg nicht möglich ist. Da Exchange 2003 und Exchange 2013 nicht parallel laufen können, setzt der native Migrationsweg einen Zwischenstopp auf Exchange 2010 (oder 2007) voraus. Erst von da kann zu Exchange 2013 migriert werden. Der Vorgang ist also mit erheblichem Aufwand verbunden und erfordert den Einsatz zusätzlicher Hard- und Software.

In einem Schritt von Exchange 2003 zu Exchange 2013

Wir haben ein Video zur Postfachmigration “Cross-Forest” von Exchange 2003 zu Exchange 2013 veröffentlicht, mit und ohne Trust zwischen den Domänen. Das im Video verwendete Tool heißt CodeTwo Exchange Migration.

Transkription (Deutsch)

Hallo. Dieses Video handelt von der Migration von Exchange 2003 zu Exchange 2013. Es geht um eine direkte Migration und nicht um die Migration in zwei Stufen.

Sie wissen wahrscheinlich bereits, dass Exchange 2003 und Exchange 2013 nicht nebeneinander existieren können. Wenn Sie also zwischen den beiden Plattformen wechseln möchten, werden Sie die oben genannte zweistufige Migration zu Exchange 2010 und erst dann zu 2013 durchführen müssen. Sie werden außerdem mehrere Voreinstellungen vornehmen und bestimmte Release-Updates installieren müssen.

Zwecks Vereinfachung und Beschleunigung des Vorgangs verwende ich CodeTwo Exchange Migration. Hier sehen Sie das Programm, welches die Postfächer via Exchange Web Service direkt zu Exchange 2013 migriert, unabhängig davon ob die Domänen in Trust zueinander stehen. Es ermöglicht auch Migrationen zu Exchange 2010 und SBS 2011 von anderen Exchange-Versionen, egal ob es sich um eine Migration des Typs Cross-Forest, Cross-Domain oder um eine Migration innerhalb der Domäne handelt.

Ich habe das Programm von codetwo.com heruntergeladen und, wie Sie sehen, ich habe es auf einer Workstation installiert. Es kann jeder Computer sein, ein Server oder eine Workstation in der Active Directory-Domäne des Quellservers. In unserem Fall ist es ein Rechner mit Windows 8 in einer Windows Server 2003-Domäne. Ich bin eingeloggt als Domänenadministrator und mein Account verfügt über ein aktives Postfach. Mein Exchange 2013 befindet sich in einem anderen Active Directory-Forest.

Beim Erststart des Programms wird ein Verbindungsassistent geöffnet, in dem man die Quellumgebung auswählen kann. Ich fahre fort und wähle Exchange Server aus.

Der nächste Schritt ist ganz einfach. Da ich mich in der gleichen Domäne befinde wie mein Exchange 2003, benutze ich ein Postfach mit Domänenadministratorrechten. Und das ist eben mein Postfach.

Abschließend wird wird ein Test durchgeführt. Es wird ein MAPI-Profil erstellt und meine Gruppenzugehörigkeit wird überprüft.

Mit einem Klick auf dem Button „Finish“ werde ich mit Exchange 2003 verbunden. Es werden alle Postfächer in allen verfügbaren Exchange-Datenbanken aufgelistet. Die Anwender erkenne ich schnell anhand ihrer E-Mail-Adressen und Display-Namen.

Als Nächstes wählt man den Zielserver aus, in unserem Fall Exchange 2013. Ein weiterer Assistent wird aufgerufen, und ich kann entscheiden, ob die Verbindung mittels der Funktion „Autodiscover“ oder manuell hergestellt werden soll. Da es sich um einen anderen Forest und eine andere Domäne handelt, muss es manuell erledigt werden.

Um den Servernamen meiner Zielmaschine zu ermitteln, bediene ich mich in Exchange 2013 eines PowerShell-Befehls, mit dem ich die External URL meines Servers prüfen kann. Dieser Befehl lautet get-webservicesVirtualDirectory | FL.

Und hier ist sie. Ich kann entweder die Adresse oder eine IP-Adresse des Servers benutzen, um die Verbindung mit dem Zielserver zu konfigurieren, sobald ich wieder zu Windows 8 in der 2003er Domäne zurückswitche.

Der nächste Schritt ist noch einfacher. Ich gebe UPN-Adresse und Passwort meines Accounts in Exchange 2013 ein. Beim hergestellten Trust kann ich den Button „Browse“ verwenden. Andernfalls tippe ich sie einfach ein.

Mit Klick auf „Next“ gelange ich zum letzten Schritt. Hier wird eine Checkliste erstellt, anhand der ich prüfen kann, ob alles korrekt eingestellt wurde. Ich klicke auf „Verify“ und das Programm arbeitet einzelne Schritte der Checkliste ab. Werden keine 3 Häkchen angezeigt, kann ich die Option „Learn more“ benutzen, um zu erfahren, was in meiner Umgebung eingestellt werden muss, damit das Problem behoben wird. Beim hergestellten Trust können einige Fehler angezeigt werden, und dennoch werden Sie erfolgreich migrieren können.

Es gibt auch einige weitere Schritte mit Tipps zur Einrichtung einer Drosselungs-Policy oder zur Änderung des Limits für EWS-Requests. Diese können sich als nützlich erweisen, falls keine Verbindung zum Zielserver hergestellt werden kann.

Mit Klick auf „Finish“ wird eine Liste mit Postfächern auf dem Zielserver erstellt.

Bitte beachten Sie, dass es sich um die Liste leerer Postfächer auf dem Zielserver handelt, zu dem migriert wird. Das heißt, die Postfächer müssen erstellt werden, noch bevor CodeTwo Exchange Migration gestartet wird. Sie werden also vor dem Migrationsprozess Ihre Active Directory-Domäne migrieren und leere Postfächer für Ihre Anwender erstellen müssen. Zum Glück ermöglicht das Active Directory-Migrations-Tool von Microsoft eine einfache Migration des Active Directory, und die Erstellung leerer Postfächer kann mit einem PowerShell-Skript erledigt werden.

Diese Liste wird nicht verfügbar sein, wenn zwischen den Domänen kein Trust besteht. Aber keine Sorge. Wenn Sie keine Möglichkeit haben, zwischen den Domänen einen Trust einzurichten, migrieren Sie die Postfächer durch Eingabe von deren Adressen.

Ok. Jetzt kann ich mich selbst als das Zielpostfach festlegen und auf „OK“ klicken.

Die Postfächer wurden also manuell verknüpft und können sofort migriert werden. Weitere Postfächer können ebenfalls eins nach dem anderen manuell verknüpft werden. Hätte ich aber mehrere Dutzend, Hundert oder Tausend von ihnen, würde es keinen Sinn machen. Dafür kann ich die Option „Automatch“ benutzen. Wir wählen alle Postfächer aus und sehen, was passiert.

Ich bekomme eine Übersicht der automatisch verknüpften Postfächer. Ich kann aber auch einen vollständigen Bericht einsehen mit Angaben zu den automatisch verknüpften Postfächern und zu denjenigen, die kein Paar auf dem Zielserver haben. Dieses Postfach wurde bereits verknüpft.

Nun ist alles eingestellt und ich kann die Migration starten. Standardmäßig können nur zwei Postfächer parallel migriert werden. Dies lässt sich aber schnell ändern.

Wie lange dauert die Migration? Also, es hängt von der Datenmenge, von Ihrer Netzbandbreite, von der Drosselung des Quell- und des Zielservers usw.

Ich hoffe, dieses Video wird Ihnen bei Durchführung einer erfolgreichen Migration zu Exchange 2013 helfen. Erfahren Sie mehr auf www.codetwo.com/exchange-migration.

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