Vorbereitung auf die Migration zu Exchange 2019

Angesichts der Freigabe der neuen Exchange-Version ist es wahrscheinlich, dass Ihre Organisation bereits die Migration zu Exchange 2019 überlegt. Es gehört zu bewährten Praktiken, die Umgebung auf dem neuesten Stand zu halten, insbesondere wenn die Systemsicherheit Ihre Priorität ist. Bevor Sie jedoch große Schritte wie die Migration unternehmen, sollten Sie zunächst einige Vorbereitungen treffen.

Exchange 2019-Migration

Was soll man vor der Migration zu Exchange 2019 berücksichtigen?

Es ist nichts Neues, dass man jeden Schritt sorgfältig planen soll, bevor man einen Vorgang auf seinem Produktions-Exchange-Server ausführt. Um einen Überblick darüber zu erhalten und potenzielle Augenöffner während der Migration zu vermeiden, sehen Sie sich die folgende Liste an:

Installation auf Windows Server 2019 Server Core wird empfohlen

Microsoft empfiehlt dringend, Exchange 2019 auf Windows Server 2019 Server Core zu installieren. Die beiden sollten am besten zusammenpassen. Es gibt jedoch auch eine alternative Option, die Ihnen erlaubt, Exchange Server 2019 auf dem Windows Server 2019 Desktop Experience zu installieren. Diese Option erhält jedoch nicht die gleiche Aufmerksamkeitsspanne wie die empfohlene Option. Wenn Sie sich für sie entscheiden, nehmen Sie möglicherweise einige Hindernisse in Kauf.

Koexistenzkonflikt mit Exchange 2010

Wenn Ihr Quellserver Exchange 2010 ist und Sie native Migrationsoptionen verwenden, können Sie die direkte Migration nach Exchange 2019 ausschließen. Da die Koexistenz dieser beiden Serverversionen nicht möglich ist, wird die direkte native Migration nicht unterstützt (ganz zu schweigen von der Migration von Exchange 2007). Die neueste Exchange-Version mit der Unterstützung für die Migration zu Exchange 2019 ist Exchange Server 2013 oder 2016. Wenn Sie also Exchange 2010 ausführen, müssen Sie zunächst ein Upgrade auf Exchange 2013/2016 durchführen, Exchange 2010 stilllegen und dann zu Exchange 2019 migrieren. Die zweite Option ist die direkte Migration zwischen Exchange 2010- und 2019-Servern mithilfe eines Drittanbieter-Tools. Unter Beachtung des Zeitaufwands und der Mühe, die bei Double-Hop-Migrationen erforderlich sind, ist die direkte Lösung überlegenswert.

Upgrade von Office 2010 vor der Migration zu Exchange 2019

Wenn Ihre Benutzer mit Microsoft Outlook 2010 arbeiten, müssen Sie Ihr Office auf eine neuere Version aktualisieren, bevor Sie die Migration zu Exchange 2019 ausführen. Sonst verlieren Benutzer die Verbindung zu ihren Konten, da Outlook 2010 im Setup von Exchange 2019 nicht unterstützt wird. Outlook 2013 ist hier die Mindestanforderung. Bei der Migration zu Exchange 2019 sollten Sie jedoch aus Kompatibilitätsgründen auch ein Upgrade Ihres Office auf Office 2019 in Betracht ziehen.

Kein Unified Messaging

Der „Unified Messaging“-Dienst wurde aus Exchange 2019 entfernt. Das bedeutet, dass wenn Sie UM-aktivierte Postfächer in Ihrer aktuellen Umgebung verwenden und die Migration zu Exchange 2019 planen, müssen Sie zunächst entscheiden, wie Sie ohne diese Funktionalität auskommen werden. Sie können entweder zu Skype for Business Server 2019 migrieren, eine Voicemail-Software eines Drittanbieters verwenden, zu Office 365 wechseln oder ein Hybrid einrichten, um Zugriff auf die Cloud-Voicemail zu erhalten. Wenn Sie keine Maßnahmen ergreifen, verlieren Ihre Postfächer die Voicemail-Funktion nach der Migration zu Exchange 2019.

Warum Exchange 2019?

Obwohl es so aussieht, als seien Änderungen nicht so revolutionär, bringt Exchange 2019 eine Reihe bedeutender Verbesserungen mit sich. Wenn Sie also die Migration zu einer neueren Version von Exchange planen, sollten Sie Exchange 2019 aus folgenden Gründen berücksichtigen:

  • Dies ist die neueste verfügbare Version von Exchange Server auf dem Markt (zu Beginn ihres Lebenszyklus)
  • Exchange 2019 gilt als bislang sicherste und stabilste Serverversion
  • Es verbessert die Funktion zur Weiterleitung von Besprechungsanfragen sowie die Kontrolle der Abwesenheits-Einstellungen
  • Exchange 2019 unterstützt die Internationalisierung von E-Mail-Adressen (E-Mail-Adressen können die für eine bestimmte Sprache spezifischen Sonderzeichen enthalten)
  • Dank neuem Suchmechanismus wird die Verwaltung einfacher und schneller.

Dies ist jedoch nur ein kurzer Überblick. Weitere Informationen zu den wichtigsten Funktionen von Exchange 2019 finden Sie im Blogbeitrag Was gibt’s neues in Exchange 2019?. Und falls Sie den Zeit- und Arbeitsaufwand bei der Exchange-zu-Exchange-Migration zu minimieren planen, können Sie ein Drittanbieter-Tool wie CodeTwo Exchange Migration verwenden.

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